| SU: Aussetzung Wehrpflicht, Stärkung Freiwilligendienste, Einführung Sozialpraktikum |
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Landesausschuss der Schüler Union in Darmstadt SU: Aussetzung Wehrpflicht, Stärkung Freiwilligendienste, Einführung Sozialpraktikum Schüler Union Hessen fordert Freiwilligkeit statt Zwang und spricht sich für Aussetzung der Wehrpflicht und Stärkung der Freiwilligendienste aus Leopold Born: „Wir müssen den freiwilligen Dienst für unser Land und unsere Gesellschaft in der Bundeswehr oder im sozialen Bereich für junge Menschen attraktiver machen!“  Die Schüler Union (SU), Hessens größte Schülervereinigung, spricht sich für die Aussetzung der Wehrpflicht aus und schlägt in ihrem Konzept „Veränderungen zulassen. Zukunft gestalten.“ Maßnahmen vor, um den damit verbundenen Auswirkungen zu begegnen. Nach Auffassung der Schüler Union Hessen ist die sicherheitspolitische Notwendigkeit der Wehrpflicht nicht mehr gegeben. Weiter kritisiert die SU die momentane Dienstungerechtigkeit. Der Kreisvorsitzende der Schüler Union Darmstadt, erklärt: „Es darf keine Entscheidung über die Wehrpflicht allein nach Kassenlage geben. Wir müssen uns aber Gedanken machen, ob der durch die Wehrpflicht gegebene Eingriff in das Leben junger Menschen vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage noch zu verantworten und überhaupt sinnvoll ist! Die Schüler Union Hessen spricht sich zwar für die Aussetzung der Wehrpflicht aus, wir wollen aber die Bedeutung und Anerkennung eines freiwilligen Dienstes junger Menschen für unseren Staat und unsere Gesellschaft erhöhen und diesen attraktiver machen! Auch darf man, wenn über die Wehrpflicht diskutiert wird, die Auswirkungen auf den Sozialbereich im Rahmen des Ersatzdienstes nicht ausblenden. Die Verkürzung der Wehrpflicht auf sechs Monate halten wir daher als Einzelmaßnahme für völlig verfehlt und sinnlos!“ Anstelle eines Pflichtdienstes setzt sich die Schüler Union für einen freiwilligen Wehrdienst ein und möchte auch die Attraktivität der freiwilligen Dienste im Sozial- oder Umweltbereich erhöhen.  „Die Attraktivität eines freiwilligen Dienstes kann nicht nur über die Bezahlung erhöht werden, sondern steigt vor allem durch eine stärkere Anerkennung und Achtung in unserer Gesellschaft sowie in Studium, Ausbildung oder Beruf. Natürlich brauchen wir auch Maßnahmen, wie zum Beispiel verkürzte Wartezeit für ein Studium, attraktive Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen oder beispielsweise ein bezahlter Führerschein bei der Bundeswehr“, so Born. Um bereits während der Schulzeit eine Grundlage für staatsbürgerliches Engagement und ein gesellschaftliches Bewusstsein zu legen, fordert die Schüler Union Hessen, dass zukünftig alle Schüler ein verpflichtendes Sozialpraktikum im Rahmen der bisherigen Schulpraktika ableisten sollen. „An einigen Schulen in Hessen ist bereits jetzt ein so genanntes Sozialpraktikum fester Bestandteil. Die daraus gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke, beispielsweise im Umgang mit älteren Menschen oder Menschen mit Behinderung, sind enorm wichtig für alle Schüler und prägen sie im sozialen und zwischenmenschlichen Umgang. Wir halten daher ein verpflichtendes Sozialpraktikum für einen wichtigen Grundpfeiler einer solidarischen Gesellschaft“, so Born abschließend. |
